Eröffnung des neuen Forschungszentrums „Migration & Globalisierung“

Kooperation mit der Universität Innsbruck

Buchcover "Nach der Migration"

Durch Migration entstehen vielfältige Formen der Mobilität, die verschiedene Orte, Lebensweisen und Visionen miteinander verbinden. Die Lebenspraxis zeigt, dass Menschen mehrere Heimaten und Zugehörigkeiten haben, diverse kulturelle und soziale Netzwerke schaffen können und dass sie mit negativen Zuschreibungen von außen kreativ und subversiv umzugehen wissen. Auf diese Weise entwickeln sich postmigrantische, mehrheimische, hybride und transkulturelle Alltagspraktiken, die bisher kaum gewürdigt worden sind. Die Beiträge des Bandes „Nach der Migration“ verstehen sich daher als Plädoyer für eine andere Sicht der Dinge und als Absage an das vorauseilende Misstrauen, mit dem migrationsbedingten Phänomenen häufig begegnet wird.

An der Universität Innsbruck arbeiten in verschiedenen Fachbereichen und Instituten eine Vielzahl von ExpertInnen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Migration und mit gesellschaftlicher Pluralität beschäftigen. Das neu gegründete Forschungszentrum „Migration & Globalisierung“ bündelt Kompetenzen aus den Erziehungs- und Geschichtswissenschaften, Literatur- und Sprachwissenschaften, der Europäischen Ethnologie und Philosophie, Politologie und Soziologie, Rechtswissenschaften und Architekturtheorie. Es versteht sich als eine Anlaufstelle für interessierte und einschlägig arbeitende WissenschaftlerInnen ebenso wie für Gesellschaft, Medien und Politik und fungiert als eine Plattform für interdisziplinären Austausch und Zusammenarbeit, die Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten, die Abwicklung von Lehre und Fortbildungen, Beratungstätigkeit und Veranstaltungen. Darüber hinaus vernetzt es die Universität Innsbruck mit einer Reihe von weiteren nationalen und internationalen Forschungs-, Lehr- und Dokumentationseinrichtungen sowie NGOs und Vereinen im Bereich Migration/Globalisierung.

Programm:

Moderation
Univ.-Prof. Mag. Dr. Dirk Rupnow (Institut für Zeitgeschichte)

Begrüßung
Landesrätin Dr. Christine Baur
Stadtrat Mag. Gerhard Fritz

Buchpräsentation
„Nach der Migration. Postmigrantische Perspektiven jenseits der Parallelgesellschaft“
(hrsg. v. Erol Yildiz / Marc Hill, transcript Verlag, 2015)

Auf dem Podium diskutieren
Univ.-Prof. Dr. Wolf-D. Bukow (ForschungsKolleg Siegen)
Ass.-Prof. Dr. Marc Hill (Institut für Erziehungswissenschaft)
Univ.-Prof. Mag. Dr. Birgit Mertz-Baumgartner (Institut für Romanistik)
Ass.-Prof. Dr. Rosa Reitsamer (Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien)
Univ.-Prof. Dr. Erol Yildiz (Institut für Erziehungswissenschaft)

Musik, Speis und Trank
Eine Veranstaltung vom Forschungszentrum Migration & Globalisierung, dem Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte, dem Institut für Erziehungswissenschaft und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck.

Veranstaltungsort
Künstlerhaus Büchsenhausen

Weiherburggasse 13
A-6020 Innsbruck
+43 512 278627
office@buchsenhausen.at

Di, Mi 14.00 – 17.00
Do 10.00 – 17.00