Benjamin Tiven

Remote Sensing, 2014, archiv. Tintenstrahldruck, 73x61cm (c) Benjamin Tiven

Synthetic Spectra

In Büchsenhausen arbeitet Benjamin Tiven an einem Forschungs- und Produktionsprojekt rund um die grafische Ökonomie televisueller Medien. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens steht ein explorativer Langfilm mit deutschen und griechischen Dialogen, der auf dem Text Economy of the Unlost der kanadischen Dichterin and Essayistin Anne Carson basiert. Gedreht wird der Film hauptsächlich in Athen in den Räumlichkeiten des öffentlichen griechischen Medienkanals ERT. Der Film verfolgt dabei nicht das Ziel, die turbulente jüngere Vergangenheit von ERT dokumentarisch neu zu erzählen, sondern nutzt dieses besondere Studio als Setting, um den Text von Carson in filmische Begriffe zu übersetzen. Tiven setzt damit seine bisherige Auseinandersetzung mit den politischen, technologischen und wirtschaftlichen Dimensionen öffentlicher Medien fort. Darüber hinaus befasst er sich mit der Ästhetik des Fernsehens, wenn diese auf das Kino angewandt wird, sowie mit der imaginierten Narration realer Ereignisse.

Benjamin Tiven ist ein amerikanischer Filmemacher und Autor. In jüngerer Zeit hat er u.a. im Institute of Contemporary Art in Philadelphia, in der Delfina Foundation (London), in der 1/9unosunove gallery in Rom sowie im Westfälischen Kunstverein (Münster) ausgestellt. Seine Filme wurden bei der Viennale in Wien, bei dem Filmfestival FIDMarseille, in Rotterdam, in Oberhausen und im Kino Arsenal in Berlin gezeigt. Neuere Publikationen sind u.a.: Scrim Sinews (Cura Books, 2015) und Beiträge zu den Magazinen Triple Canopy, Bidoun und Bulletins of the Serving Library.

www.benjamintiven.com