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Die Bewerbungsfrist für ein Fellowship 2017/18 ist zu Ende.
Einsendeschluss war Freitag 27. Januar 2017 (es gilt das Datum des Poststempels).

 

Ausschreibung

Das Künstlerhaus Büchsenhausen lädt einmal im Jahr bildende Künstler_innen, Kritiker_innen, Theoretiker_innen und Kurator_innen ein, Projektvorschläge für ein Stipendium einzureichen. Die Bewerber_innen können um ein Stipendium für ein Semester ansuchen (Oktober bis Februar oder Februar bis Juni), wobei das Stipendium auch auf zwei Semester aufgeteilt werden kann.
Die Bewerbungsfrist für 2017/18 ging mit 27. Jänner 2017 zu Ende. Die nächste Ausschreibung (für ein Stipendium 2018/19) wird Ende des Jahres 2017 hier bekannt gegeben, ebenso weitere Informationen wie Höhe des Stipendiums, Bewerbungskriterien etc.

 

Institution

Das Künstlerhaus Büchsenhausen ist ein postgraduales Zentrum für Produktion, Forschung und Vermittlung im Bereich der visuellen Künste und der Kunsttheorie. Im Rahmen des hier stattfindenden Fellowship-Programms stellt das Künstlerhaus eine Plattform zur Verfügung, die die Entwicklung und die Produktion künstlerischer und kunsttheoretischer Projekte in einem kritischen Kontext ermöglicht. Das Künstlerhaus Büchsenhausen bildet gleichzeitig ein Forum für den direkten Austausch zwischen lokal und überregional tätigen Fachleuten – Künstler_innen, Theoretiker_innen, Kritiker_innen und Kurator_innen sowie eine Schnittstelle zu unterschiedlichen Öffentlichkeiten vor Ort. Das Künstlerhaus Büchsenhausen ist eine Einrichtung der Tiroler Künstlerschaft, der wichtigsten Vereinigung bildender Künstler_innen in der Region.

Das Künstlerhaus Büchsenhausen vereint zwei Förderprogramme unter einem Dach: Es ist einerseits Austragungsort des Fellowship-Programms für Kunst und Theorie. Andererseits ist es ein Atelierhaus für in Tirol lebende Künstler_innen, die einen Arbeitsraum in einer künstlerisch interessanten Umgebung suchen. Drei Ateliers stehen den Fellows als Wohnstudios zur Verfügung. Sechs weitere Ateliers werden mehrjährig an Künstler_innen aus Tirol vergeben. Neben den Ateliers verfügt das Künstlerhaus Büchsenhausen über einen großen Projekt- und Präsentationsraum, der den Fellows zur Verfügung steht. Der Raum wurde vom Künstler_innen-Kollektiv Atelier van Lieshout gestaltet.

Fellowship-Programm

Mit dem Fellowship-Programm für Kunst und Theorie fördert das Künstlerhaus Büchsenhausen in Tirol eine künstlerische Produktion, Forschung und Diskussion von internationaler und regionaler Relevanz. Dem Programm liegt die Idee zugrunde, einen Produktions- und Diskussionskontext zu generieren, in dem Künstler_innen und Theoretiker_innen überregionale Kunst- und Gesellschaftsdiskurse mit lokalen Themen in Zusammenhang bringen und reflektieren. Gleichzeitig wird die Möglichkeit eines künstlerischen Experimentierlabors gewahrt, wodurch Neues ausprobiert werden kann.

Ziele des Programms sind:

  • Förderung und Verbreitung einer kritischen, gesellschaftsrelevanten künstlerischen bzw. kunsttheoretischen Wissensproduktion;
  • Die Produktion qualifizierter Diskurse zu Kunst und Gesellschaft im lokalen und globalen Kontext durch die Umsetzung der Arbeitsvorhaben im Rahmen der Fellowships;
  • Die Ermöglichung des Wissenstransfers zwischen dem Kunstfeld und anderen Öffentlichkeiten außerhalb des Kunstkontextes;
  • Der Austausch zwischen Kulturproduzent_innen im Bereich der visuellen Künste und darüber hinaus (Vernetzung von Expert_innen).

Das Programm verbindet die Vorteile einer Residenz mit den Möglichkeiten einer außeruniversitären Dozentur auf Grundlage einer offenen, nicht formalisierten Struktur. Inhaltlich richtet sich das Programm an eine weltweite Fachöffentlichkeit in den Bereichen zeitgenössischer Kunst, Architektur, Kunst- bzw. Medientheorie und -kritik.

Die Fellows werden nach einem offenen Bewerbungsverfahren von einer Fachjury ausgewählt. Sie kommen für einen Zeitraum von ein bis zwei Semestern nach Büchsenhausen, wo sie am eingereichten Arbeitsvorhaben arbeiten und diesen Prozess in öffentlichen Veranstaltungen diskursiv begleiten. Büchsenhausen vergibt hierfür einen Geldpreis und stellt ein Produktionsbudget, Arbeitsräume, eine kostenlose Wohnmöglichkeit sowie fachliche und technische Beratung zur Verfügung.

Die Vermittlung und Diskussion der Inhalte erfolgt parallel zur Entwicklung der einzelnen Vorhaben. Die Inhalte der öffentlichen Veranstaltungen werden von dem jeweiligen Arbeitsschwerpunkt der Fellows vorgegeben. Im Rahmen dieser diskursiven Formate präsentieren die Fellows (oder ihre Gäste) unterschiedliche Schwerpunkte ihrer Investigationen, können aber auch ihre laufende Arbeit einer kritischen Diskussion stellen, sich in Interaktion mit eingeladenen Expert_innen und dem Publikum Inhalte erarbeiten und neue Arbeitsweisen erproben. Das Fellowship-Jahr endet mit einer Gruppenausstellung, die vom Leiter des Fellowship-Programms kuratiert wird.

Beispiele für Arbeitsvorhaben, die im Rahmen des Programms realisiert wurden, finden sich auf dieser Website unter dem Menü-Punkt buchsenhausen.at/fellows.

Fellowship

  • ein Geldpreis in der Höhe von EUR 3.200,–
  • ein Wohnstudio mit einer großen gemeinsamen Küche und Sanitäranlagen;
  • ein Produktionsbudget zur Realisierung des eingereichten Vorhabens;
  • ein Budget, um Expert_innen zwecks fachlichem Austausch nach Büchsenhausen einzuladen;
  • die Möglichkeit der Teilnahme in einer kuratierten Gruppenausstellung am Ende des Fellowshipjahres.

Leistungen

  • freier Zugang zum „Labor“, dem Projekt- und Ausstellungsraum in Büchsenhausen;
  • freie Nutzung der Multimedia-Produktionsgeräte im „Labor“;
  • freier Internetzugang via Highspeed-DSL/WLAN;
  • künstlerische Beratung;
  • technische Beratung auf Anfrage.

Teilnahmeberechtigung

Hauptberuflich tätige bildende Künstler_innen, Medienkünstler_innen, Theoretiker_innen, Kritiker_innen und Kurator_innen aus der ganzen Welt können sich um ein Fellowship bewerben.

Bewerbungsvoraussetzungen

Die Bewerbung muss ein konkretes Arbeitsvorhaben beinhalten. Die Arbeit an der Realisierung des eingereichten Vorhabens steht im Mittelpunkt der Tätigkeit während des Fellowships im Künstlerhaus Büchsenhausen. Ebenfalls verpflichtend ist die Einreichung eines Vorschlags für maximal drei öffentliche Veranstaltungen die die Arbeit am eingereichten Vorhaben über die Dauer des Fellowships begleitet. Erfolgreiche Bewerber_innen müssen in einem zweiten Schritt konkrete Details der Veranstaltungen formulieren und das Veranstaltungsprogramm durchführen.

Die Fellows erklären sich bereit, während der Fellowshipdauer in Büchsenhausen anwesend zu sein. Gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Auswahl

Die Fellows werden von einer Fachjury ausgewählt. Grundsätzliche Auswahlkriterien sind die Qualität, Originalität und Relevanz des eingereichten Arbeitsvorhabens und des Portfolios. Die dreiköpfige Fachjury besteht aus dem künstlerischen Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen, einem Mitglied des Fachbeirats im Künstlerhaus und einer externen Fachperson.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig.

In der ersten Stufe werden die schriftlichen Bewerbungen beurteilt. Die Jury erstellt eine engere Auswahlliste von Kandidat_innen. Diese Kandidat_innen werden zu einem persönlichen Interview nach Büchsenhausen eingeladen.

Die zweite Auswahlstufe besteht aus persönlichen Bewerbungsgesprächen. Die eingeladenen Kandidat_innen müssen nach Innsbruck kommen, um sich und ihr Arbeitsvorhaben der Fachjury vorzustellen. Im Rahmen der zweiten Bewerbungsstufe übernimmt Büchsenhausen die Kosten einer Übernachtung in Innsbruck. Die Reisekosten selbst müssen von den Kandidat_innen getragen werden. Falls die Anreise nicht möglich ist, kann das persönliche Bewerbungsgespräch auch im Rahmen einer Videokonferenz (z.B. über Skype) erfolgen.

Auf die Gewährung eines Fellowships im Künstlerhaus Büchsenhausen besteht kein Rechtsanspruch. Die Jury ist nicht verpflichtet, eine Begründung der Zuerkennung oder Ablehnung eines Antrags abzugeben. Die Entscheidung der Jury wird schriftlich mitgeteilt, für die erste Stufe im März 2017, für die zweite Stufe im April 2017.

Bewerbungsablauf

Die Bewerbungen erfolgen schriftlich in englischer oder deutscher Sprache und müssen zwingend folgende Dokumente beinhalten:

  • ein Arbeitsvorhaben (max. 2.000 Wörter, in dreifacher Ausfertigung);
  • ein Portfolio bzw. eine Dokumentation der Arbeit der letzten Jahre:
    • Künstler_innen: Das Portfolio kann in Papierform (max. 2. Kataloge, max. 10 Fotos), auf DVD bzw. CD oder USB-Stick (max. 1 DVD/CD/USB-Stick) oder digital mit einem Permalink eingereicht werden (es werden KEINE temporären Download Links wie etwa WeTransfer akzeptiert!);
    • Theoretiker_innen: ein aktuelles Textbeispiel in dreifacher Ausfertigung;
  • einen Lebenslauf (in dreifacher Ausfertigung);
  • den unterschriebenen Ausdruck der Bestätigungs-E-Mails (einfache Ausfertigung).

Hinweis: Mit Ausnahme des Portfolios bei Künstler_innen müssen alle Dokumente in Papierform in der jeweiligen Ausfertigung postalisch versandt werden.

Das Online-Bewerbungsformular kann in deutscher oder englischer Sprache ausgefüllt werden. Durch Bestätigung des Bewerbungsformulars wird eine E-Mail mit den eingegebenen Daten an Sie und eine Kopie an das Künstlerhaus Büchsenhausen gesandt. Bitte drucken Sie die Bestätigungs-E-Mail des Bewerbungsformulars aus (einfache Ausfertigung ist vollkommen ausreichend) und schicken Sie diese unterzeichnet und mit den geforderten Dokumenten an folgende Adresse:

  • Künstlerhaus Büchsenhausen
    Ref.: „Fellowship 2017-18“
    Weiherburggasse 13
    6020 Innsbruck
    Austria

Falls Fragen zum Bewerbungsformular auftreten, kontaktieren Sie uns bitte per Mail: office@buchsenhausen.at

Nur Einreichungen per Post werden berücksichtigt!
Zu spät eingegangene bzw. unvollständige Bewerbungen werden nicht in den Auswahlprozess aufgenommen.