Pandora’s Box – Inverted Narratives and Pleasures

Isidora Ilić beschäftigte sich in ihrem Vortrag und der kommentierten Filmvorführung von Jane Campions In the Cut aus einem feministischen Blickwinkel mit einigen Hauptthemen der Filmtheorie: den Mechanismen der Darstellung, der Identifikation, der Unterhaltung und der Erzählung.

Isidora Ilić schreibt: „Film ist eine darstellende und sinnstiftende Praxis. Er trägt dazu bei, Subjektivität zu erzeugen, zu konstituieren und aufrechtzuerhalten. Folglich hat er stets auch eine ideologische Dimension. Der filmische Raum ist nicht nur der Raum von Text und Bild, sondern auch ein kritischer Raum der Analyse und der Sinngebung, der die BetrachterInnen mit einschließt und von ihnen abhängt. Die feministische Filmtheorie wirft vor diesem Hintergrund Fragen bezüglich der weiblichen Rollenbilder im Film und der Frau als Zuseherin auf.“

Der Film In the Cut (2003) von Jane Campion, der seinerzeit als „erotischer Thriller“ vermarktet worden war, wurde dazu als Beispiel für eine bestimmte Form der Dekonstruktion herkömmlicher Frauenrollen im Spielfilm diskutiert.

Isidora ILIĆ ist Film-/Videokünstlerin und lebt in Belgrad. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Literaturtheorie an der Universität von Belgrad, betrieb Frauen- und Geschlechterforschung am Belgrader Zentrum für Frauenforschung und besuchte die Filmschule AFC am Kulturzentrum der Students’ City in Belgrad. Ihre Arbeit bedient sich der Praktiken des experimentellen Films, der Performancekunst und Kunsttheorie. Die BetrachterInnen stehen meist im Mittelpunkt ihrer Arbeiten und das Ziel der vielschichtigen und fragmentierten Strukturen ist es, sie einzubeziehen und zu fortführender Kreativität anzuregen. Sie ist Mitbegründerin der Künstlergruppe Doplgenger.
www.doplgenger.org

Veranstaltungsort
Künstlerhaus Büchsenhausen

Weiherburggasse 13
A-6020 Innsbruck
+43 512 278627
office@buchsenhausen.at