Pre, Post, Errors, Preposterous: A radio program on victimizing language

Live-Sendung mit belit SAǦ und Aşkın ERCAN

Bild von Aşkın Ercan.

Begleitend zu ihrem gemeinsamen Beitrag in der Ausstellung Ein Teil das fehlt, geht nie kaputt gestalten belit sağ und Aşkın Ercan am Freitag 25. Mai 2018 zwischen 19 und 20 Uhr auf Radio Freirad eine Live-Sendung zum Thema Zensur und Sprachschikanen.

belit sağ lebt als Videokünstlerin in Amsterdam. Sie studierte Mathematik in Ankara und audiovisuelle Kunst in Amsterdam. Ihre Video-Praxis entwickelte sich in video-aktivistischen Künstler_innen-Gruppen in Ankara und Istanbul, wo sie Projekte wie karahaber.org (2000-2007) und bak.ma (ein wachsendes audiovisuelles Onlinearchiv für soziale Bewegungen in der Türkei) mitinitiierte. Ihre aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die ‚Gewalt der Darstellung‘ beziehungsweise die ‚Darstellung der Gewalt‘. Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung mit Zensur in der Türkei lädt sağ im Rahmen ihres Fellowships in Büchsenhausen drei Künstlerinnen aus diesem Land, die ebenfalls persönlich Opfer von Zensur waren, nach Innsbruck ein. Durch einen offenen Austausch mit diesen Künstlerinnen beabsichtigt sağ, die Prozesse offenzulegen, die Künstler_innen auf Grund von Zensur durchmachen müssen, sowie die Auswirkungen auf ihr jeweiliges Leben und den jeweiligen künstlerischen Ausdruck. Das Projekt will erforschen, wie die individuelle und emotionale Erfahrung von Zensur mit anderen geteilt werden kann, welche künstlerische Taktiken als Antwort auf Repression taugen, welche Subjektivitäten Zensur erzeugt und wie diese Subjektivierung durch Affekte verläuft.
Sie absolvierte Residiencies in Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam vom 2014-2015; und das International Studio and Curatorial Program, New York in 2016. Sağs Arbeiten wurden in zahreichen Museen, Gallerien und Filmfestivals weltweit präsentiert. Unter anderem MOCA, Taipei; Tütün Deposu, Istanbul; Tabakalera Film Seminar, San Sebastian; Toronto/Rotterdam/San Francisco/New York International Film Fest./International Documentary Film Fest. Amsterdam (IDFA); EYE Filmmuseum, Amsterdam; documenta14, Kassel; Marabouparken, Stockholm.
bit.contrast.org

Aşkın Ercan lebt als Videokünstlerin und Malerin in der Türkei. Ihre jüngsten Videoarbeiten sind als performativ und experimentell; in ihrer Malerei widmet sich die Künstlerin dem urbanen Leben, dem Mensch-Sein und der Erinnerung, indem sie Leute porträtiert, die verloren erscheinen aber trotzdem manchmal im Stadtleben sichtbar sind.
Jüngste Einzelausstellung: The Girl on the Wire in der TAC Gallery, Tulsa/Oklahoma, USA (2018).
Jüngste Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): The Settlement of Time, 27. İstanbul Art Fair, İstanbul, 2017 und Crossing Borders, Living Art Tulsa, USA, 2017.
Gegenwärtig ist Aşkın Ercan PhD-Candidate am Institut für bildende Kunst der Gazi Universität in Ankara, Türkei.

Veranstaltungsort

FREIRAD – Das freie Radio Innsbruck 105,9 MHz
http://freirad.at/