Andrei Siclodi (1972-2025)

Andrei Siclodi fotografiert von Daniel Jarosch, 2022.
Andrei Siclodi (*05.05.1972 in Bukarest, † 18.08.2025 in Hall i.T.)
Wir trauern um den Leiter des Künstler*innenhauses Büchsenhausen, unseren geschätzten Kollegen und lieben Freund Andrei Siclodi.
Andrei Siclodi studierte Kunstgeschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und war Kurator, Autor, Redakteur und Kulturarbeiter, der sich in seiner theoretischen Forschung auf Formen der kritisch-emanzipatorischen Wissensproduktion in der Kunst konzentrierte. 2002 gründete er das im Künstler*innenhaus Büchsenhausen angesiedelte Fellowship-Programm für Kunst und Theorie, dessen Leiter er bis zuletzt war.
In den mehr als 20 Jahren als Direktor des Künstler*innenhauses Büchsenhausen hat er die Künstler*innen Vereinigung Tirol maßgeblich mitgestaltet und nachhaltig geprägt. Er machte Büchsenhausen zu einem Ort von internationaler Strahlkraft, an dem Künstler*innen, Theoretiker*innen und Kurator*innen überregionale Kunst- und Gesellschaftsdiskurse in einem lokalen Kontext reflektieren und weiterentwickeln können. Seit 2003 nahmen mehr als 100 internationale Künstler*innen, Kurator*innen und Theoretiker*innen am Fellowship-Programm teil und machten Büchsenhausen zu einem einzigartigen Ort der Wissensproduktion, der eine lokale Künstler*innen Vereinigung mit einem internationalen Residency-Programm in Verbindung setzte.
Als Herausgeber der Büchs’n’Books – Art and Knowledge Production in Context sowie der monatlichen Radiosendung Büchs’n’Radio auf FREIRAD – freies Radio Innsbruck vertiefte Andrei Siclodi sein Verständnis von Kunst als spezifische Form der Wissensproduktion, die von ästhetischen und gesellschaftspolitischen Diskursen ausgehend mit anderen Wissensfeldern interagiert, um so neue und unkonventionelle Sichtweisen auf die Welt zu eröffnen.
Seit Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine wurde das Künstler*innenhaus Büchsenhausen dank Andrei Siclodi im Rahmen der österreichweiten Initiative Office Ukraine. Support for Ukrainian Artists – in deren Steuerungsgruppe er Mitglied war – zu einer Anlaufstelle für ukrainische Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen.
Auch über Büchsenhausen hinaus engagierte sich Andrei Siclodi für die freie Szene. Er war Gründungsmitglied der battlegroup for art, eines Netzwerks verschiedener Interessenvertretungen, Plattformen und Zusammenschlüsse in Innsbruck aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur, das seit 2005 die Anliegen der freien Szene gegenüber der lokalen Politik vertritt. Darüber hinaus war er bis 2023 Vorstandsmitglied von INNSBRUCK CONTEMPORARY, einer Plattform, die lokale, nationale und internationale Orte für zeitgenössische Kunst in Innsbruck und Schwaz vernetzt und ihre Sichtbarkeit verstärkt. Als langjähriges Mitglied des Kulturbeirats für Bildende Kunst und Architektur des Landes Tirol setzte er sich für die Entwicklung des Kunst- und Kulturstandorts Tirol ein. Mit seinem Engagement in der Projektgruppe Pay the Artist Now! der IG Bildende Kunst gemeinsam mit der Künstler*innen Vereinigung Tirol trat er für eine faire Bezahlung von Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen ein.
Als Leiter des Künstler*innenhauses Büchsenhausen verantwortete Andrei Siclodi auch das dort ansässige Atelierhaus für in Tirol lebende Künstler*innen, die einen leistbaren Arbeitsraum in einer künstlerisch interessanten Umgebung suchen, und setzte sich für den Ausbau von Residency-Möglichkeiten im Ausland für Künstler*innen mit Tirolbezug ein.
Andrei Siclodi war ein Brückenbauer, der Institutionen und Menschen zusammenbrachte. In diesem Sinn suchte das Künstler*innenhaus Büchsenhausen stets den Kontakt zu außerkünstlerischen Einrichtungen und Initiativen, mit der Absicht, künstlerische und gesellschaftskritische Denkweisen auch über den Kunstkontext hinaus bekannt zu machen. Vom Künstler*innenhaus Büchsenhausen aus knüpfte er Verbindungen zu Menschen, die ihn als Kollegen, Mentor, Mitstreiter, kritisch denkenden Menschen, Unterstützer und Freund schätzen lernten. Dieses Netzwerk wird – ebenso wie seine institutionelle und theoretische Arbeit – weiterbestehen und nicht nur Impulse für zukünftige künstlerische und gesellschaftliche Auseinandersetzungen geben, sondern auch die vielen gewachsenen persönlichen Verbindungen pflegen.
Andrei Siclodis Denken und Arbeiten war geprägt von Neugier, kritischer Reflexion und dem Mut, sich beruflich wie privat für das einzusetzen, was er für richtig hielt. Seit einigen Jahren engagierte er sich unter anderem für einen transparenten Umgang mit der NS-Vergangenheit und Geschichte im lokalen Kontext und initiierte die Veranstaltungsreihe Erinnerungskultur aufarbeiten? Perspektiven auf aktuelle Tendenzen im Umgang mit NS-Vergangenheit in Kunst und Kultur in Tirol und darüber hinaus.
Als Leiter des Künstler*innenhauses Büchsenhausen hat Andrei Siclodi die Institution mit aufgebaut und geprägt. Sein Engagement und seine Beharrlichkeit, mit der er seine Visionen verfolgte und für andere eintrat, waren bemerkenswert und haben nicht nur uns, sondern die Kulturszene Tirols nachhaltig positiv beeinflusst. In all den Jahren der Zusammenarbeit ist er für viele von einem geschätzten Kollegen zu einem Freund geworden, der uns schmerzlich fehlen wird. Großzügig teilte er mit uns sein Wissen und seine Erfahrungen und dank seiner offenen und warmen Art, seinem Humor und seiner vielfältigen Interessen dürfen wir viele inspirierende Momente und Gespräche dankbar in Erinnerung behalten.
Mit großer Dankbarkeit für sein Wirken wollen wir sein Andenken bewahren.
Ein gemeinsames Gedenken an Andrei Siclodi ist in Vorbereitung. Das Datum wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Unsere Gedanken und aufrichtige Anteilnahme gelten seiner Familie und allen Hinterbliebenen.
Der Vorstand und das Team der Künstler*innen Vereinigung Tirol
Kondolenzbuch:
kondolenzbuch@kuveti.at
Die Kondolenzschreiben werden auf dieser Seite (www.buchsenhausen.at/gedenkseite) öffentlich gemacht.
Mit Andrei Siclodi verliert Tirol eine prägende Persönlichkeit im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst. Als langjähriges Kulturbeiratsmitglied des Landes Tirol hat er seine Expertise eingebracht und insbesondere als Leiter des Fellowship Programms für Kunst und Theorie in Büchsenhausen wertvolle Impulse gesetzt. Seine Arbeit wird noch lange fortwirken.
– Landeshauptmann Anton Mattle
In großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von Andrei Siclodi. Mit seinem unermüdlichen Einsatz für kritische Kunst, internationale Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung hat er das kulturelle Leben Innsbrucks und Tirols entscheidend geprägt. Sein Engagement, seine Weitsicht und seine menschliche Wärme werden uns fehlen.
– Vizebürgermeister Georg Willi
My sincere condolences. Although I have met Andrei Siclodi only a few times, he made a big impression on me. The first time I gave a performative lecture at Kunstler:innenhaus Buchsenhausen during an exchange with the Jan van Eyck Academy, where I was attending at the time. What struck me about his behavior, and what I have never forgotten, is that Andrei gave me such a warm welcome and gave you a platform, he was truly facilitating. I have never forgotten this, because it was remarkable. Many years later I was in Innsbruck and went to the zoo with my children. „Hey, wait a minute, I recognize it here,“ I said, “Let me see if I can pop in and see if he’s there.“ He was, made time for me (I don’t even know if he recognized me), and immediately gave me the publication in which my performative lecture was published.
– Natascha Hagenbeek
Andrei was a colleague, then he became a valuable friend, and now he is a sad, but warm memory of so many exciting projects that won’t fade. He’ll be missed.
– Dr. Suzana Milevska
Lieber Andrei, wir kannten uns fast 20 Jahre – 12 davon im Rahmen der Tiroler Künstlerschaft. Du warst ein begnadeter Leiter des Künstlerhauses Büchsenhausen, engagierter Kollege – mir immer freundschaftlich verbunden. Du warst mir – aber auch vielen anderen im Vorstand der Tiroler Künstlerschaft – ein wichtiger Partner, von dem man wusste, dass er zuverlässig und engagiert ist – unermüdlich damit beschäftigt, das Künstlerhaus Büchsenhausen national wie international aufzubauen und zu positionieren. Dass das Büchsenhausen-Residency-Programm inzwischen so bekannt und etabliert ist, ist vor allem deiner Begeisterung und deiner Leidenschaft fürs Programmieren und Kuratieren zu verdanken. Du warst ein brennender Unterstützer experimenteller, zeitgenössischer, theoriebasierter und konzeptorientierter Kunst. In dieser Funktion warst du ein treuer Wegbegleiter und Unterstützer der Tiroler Kunstszene und vieler nationaler wie internationaler Künstler:innen.
Es ist unfassbar, dass du nun von uns gegangen bist.
Du wirst mir immer in Erinnerung bleiben!
🕯 In Gedanken bei deiner Familie.
– Annja Krautgasser
Traurig, dankbar, vor allem mit großem Respekt denke ich an Andrei Siclodi. Ich habe erlebt, mit welcher Begeisterung, Kraft und Aufmerksamkeit er die Ausstellungen der Fellows in Innsbruck-Büchsenhausen kuratiert hat.
– Rainer Bellenbaum
Sehr traurig – in Dankbarkeit für unser Kennenlernen und die Zusammenarbeit 2016/17 und ein kurzes Wiedersehen im Sommer 2023,
– Stefan Hayn
Mit großer Bestürzung und Traurigkeit habe ich erfahren, dass Andrei leider nicht mehr bei uns ist. In meiner Zeit in Innsbruck war er beruflich ein engagierter und kluger Partner und Mitstreiter für die zeitgenössische Kunst, persönlich ein guter Freund – eine Freundschaft, die auch danach andauerte. Andrei wird fehlen, in Innsbruck und weit darüber hinaus.
– Astrid Wege
rest in peace
– Birgit Fraisl, artdepot gallery
🕯
– Lucas Drexel
An unseren lieben Freund und Kollegen Andrei. Deine Arbeit und deine Vision haben unsere Tiroler Szene lebendig, herausragend und wertvoll gemacht. Du hast uns viel zu früh im Kampf für die Kultur verlassen, aber mit so vielen Projekten, die wegweisend für die Zukunft sind. Wir werden dich vermissen. Ruhe in Frieden, Deine Freundinnen und Freunde von Ar/Ge Kunst, Bozen.
To our dear friend and collegue Andrei. Your work and vision made our Tirol scene feel vibrant, outstanding, and precious. You left us in the fight for culture, too soon, but with so many projects than model ways ahead. You will be missed. So long, your comrades at Ar/Ge Kunst, Bozen-Bolzano.
– Verena Rastner
Dear Buchsenhausen, I am shocked and tremendously saddened to hear of Andrei’s passing, and I send my condolences to his family, his colleagues and his community in Innsbruck.
I was in residence in the late fall of 2015. I remember Andrei as a leader, fiercely working all the time, juggling many things, and a champion for both the intellectual agenda in art production and the global, international community of thinkers and artists. I find a beautiful photograph of the gang here and this is how I’ll always think of him: tough, driven, punk, unafraid. Forever grateful for my time in Innsbruck, and for Andrei’s support of my work and that of so many remarkable peers.
– Benjamin Tiven
Der Tod von Andrei Siclodi ist ein großer Verlust für die Kunstszene in Österreich und weit darüber hinaus. Sein künstlerisches und theoretisches Denken, sein institutionelles Engagement und seine Offenheit waren Beispiel gebend.
Andrei war ein so liebenswürdiger, herzlicher und nobler Mensch, um den ich sehr trauere. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie, der ich mein tiefes Beileid ausdrücken möchte..
– Silvia Eiblmayr
Andrei hat Büchsenhausen bekannt gemacht, viele Kontakte geknüpft und die „Büchse“ für die Öffentlichkeit geöffnet.
Ich kannte ihn über zehn Jahre. Jedes Mal war es ein schönes Zusammentreffen mit ihm. Mit seiner eigenen Stimme setzte er sich kreativ für emanzipatorische Ideen ein und war stets offen für Neues. Ich erinnere mich an sein Engagement im Rahmen eines bildungswisdenschaflichen Jugendprojektes, das er kuratorisch begleitete. Er hat mich und sein Umfeld in vielerlei Hinsicht inspiriert. Es bleibt die gute Erinnerung – und die ist definitiv mit einem Lächeln verbunden, denn er war humorvoll und ein unterhaltsamer Gesprächspartner. Wir werden dich als Freund sehr vermissen.
– Marc Hill
Lieber Andrei, wir wünschen Dir eine gute Reise und viel Kraft allen, die Dich so sehr vermissen werden.
– Elisabeth Moser & Michael Ziegler
Mit großer Betroffenheit habe ich von Andreis Tod erfahren. Unsere Wege haben sich über viele Jahre hinweg immer wieder einmal gekreuzt – und ich durfte ihn als herzlichen, offenen, geistreichen und zuweilen auch wunderbar streitbaren Menschen erleben. Andrei hinterlässt in Tirols Kulturszene und darüber hinaus bleibende Spuren – menschlich wie auch durch seine fachliche Expertise. Vieles von dem, was er angestoßen hat, wird nachwirken. Andrei wird schmerzlich fehlen.
– Anita Moser
Mit dem Tod von Andrei Siclodi verlieren wir eine kluge, unabhängige Stimme – einen sensiblen Kurator, einen präzisen Denker, einen aufmerksamen Gesprächspartner.
Er war jemand, der leise insistierte – mit Haltung, mit Weitblick, mit einem unermüdlichen Interesse für das, was sich zwischen den Zeilen, in Rändern und Übergängen abspielt. Seine Arbeit hat Maßstäbe gesetzt – nicht nur für kuratorische Praxis, sondern auch für das Denken über Kunst als politische und poetische Form.
Sein Wirken wird bleiben. In Projekten, Erinnerungen, in Gesprächen, die weitergetragen werden.
– Das Team der Bildnerischen Innsbruck / Universität Mozarteum
Lieber Andrei,
wir kannten uns 15 Jahre. In dieser Zeit haben wir uns jedes Jahr zur Überreichung des Fellowships der Stadt Innsbruck getroffen und diese gemeinsam überreicht. Immer warst Du bestrebt für die Künstler:innen die bestmögliche Unterstützung zu erhalten. Hast dich für neue Projekte eingesetzt, aber auch Verständnis gezeigt, wenn Manches für uns nicht umsetzbar war. Auf unzähligen Vernissagen haben wir uns auch fernab von beruflichen Inhalten über Gott und die Welt unterhalten. Du hast mir von deinem neuen Hobby dem Parkourlaufen erzählt und ich habe dich für deinen sportlichen Ehrgeiz bewundert. Die analoge Fotografie war deine Leidenschaft, war dein Ausgleich zur Arbeit. Ich habe dich in diesen Jahren vor allem als Menschen kennen und schätzen gelernt. Unsere Zusammenarbeit war immer von gegenseitigem Respekt und Ehrlichkeit geprägt, das war uns beiden wichtig. Im Juni haben wir uns bei der Ausstellungseröffnung im Kunstpavillon zum letzten Mal gesehen. Wie immer haben wir gescherzt und gelacht und genauso möchte ich dich in Erinnerung behalten, als einen Menschen der das Leben geliebt hat.
– Natalie Pedevilla
Ich möchte dem Team der Tiroler Künstler*innenschaft und des Künstler*innenhaus Büchsenhausen meine aufrichtige Anteilnahme übermitteln. Von einer Bekannten wusste ich seit Mitte August, dass Andrei sehr krank ist. Letzten Mittwoch habe ich von seinem viel zu frühen Tod erfahren. Ich konnte mir am Donnerstag die Ausstellung von Andrei im Kunstpavillon anschauen. Ich war sehr traurig und auch tief berührt. Gerade in Hinblick auf Andreis Tod spendet die Ausstellung Trost mit den Themen Heilung, Empathie, Begehren, Wiedergutmachung und ist wie ein Versprechen auf Besserung. Ich wünsche euch viel Kraft.
– Christiane Erharter
In vielen Jahren eines lockeren Austausches von Wissen, Erfahrungen und Projekten zwischen Graz und Innsbruck haben wir Andrei Siclodi als versierten Experten für zeitgenössische engagierte Kunst und als umsichtigen und zuverlässigen Kollegen kennen und schätzen gelernt. Seit Februar 2022 hat uns die gemeinsame Arbeit für das Office Ukraine enger als zuvor verbunden. Andrei, Du hinterlässt eine große Lücke und wirst uns fehlen. Unser von Herzen kommendes Mitgefühl gilt der Familien und allen Freund*innen,
– Margarethe Makovec & Anton Lederer,
< rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst
Du wirst uns fehlen.
– markus dziemballa
Andrei hatte immer spannende Ideen und noch so viele schöne und interessante Pläne für die Kunst. Ich habe unsere Begegnungen und Gespräche immer sehr geschätzt. Mit Leidenschaft und Hingabe hat er Büchsenhausen aufgebaut und geleitet, Theorie und Kunst miteinander verbunden und Büchsenhausen international sichtbar und zu einer bemerkenswerten Residency gemacht. Der Titel seiner letzten Ausstellung Tellurian Skies. Casting Acts of Solidarity, Liberation and Desire in Times of Collapse spiegelt nicht nur die Zeit, sondern auch sein schnelles Gehen wider. Sein Geist, seine Freude und seine Visionen von Solidarität, Kreativität und Inspiration leben weiter in uns und in allem, was er aufgebaut hat wird nun gut weiter getragen. Weiter geht’s und Niemals aufgeben. Meine Anteilnahme und Gedanken gelten ganz besonders Andreis Familie.
– Carola Dertnig
May Andrei’s spirit persist.
His loss leaves many-
many beautiful traces
that keep wandering.
My deepest condolences to his loved ones.
– Yara Haskiel
Wir sind traurig über den frühen Tod von Andrei. Er war für Südwind Entwicklungspolitik Tirol sehr viele Jahre ein wertvoller Partner als Mitglied der ersten Stunde des Arbeitskreises Globales Lernen. Andrei war interessiert an den Aktivitäten aller Teilnehmenden und handelte stets im Sinne der Synergien und Kooperationen. Er brachte schwierige und kontroversielle Themen ein und bereicherte den Diskurs um künstlerische Perspektiven. Das Sichtbarmachen von schwer Benennbaren, die kritische Betrachtung von Wertesystemen, die Auseinandersetzung mit (post-) kolonialem Erbe, feministische Standpunkte waren Inhalte von Film- und Gesprächsabenden mit Kunstschaffenden und verschiedenen Expert_innen in Büchsenhausen, wo es immer wieder gelang, Menschen unterschiedlicher Lebenswelten in einem Raum zusammenzubringen wie beispielsweise bei der Ausstellung „Bittere Orangen“.
Bereichernd für uns waren seine Führungen durch Ausstellungen im Kunstpavillon und das gemeinsame Planen von Aktivitäten.
Inspirierend, sehr menschlich, sympathisch, zugänglich, mit feinem Humor: so werden wir Andrei in Erinnerung behalten.
– Für die Mitarbeiter_innen und Vorstandsmitglieder von
Südwind Entwicklungspolitik Tirol
Caroline Sommeregger und Heidi Unterhofer
In trauriger und dankbarer Erinnerung an Andrei Siclodis Gastfreundschaft und Großzügigkeit, die ich als Fellow in Büchsenhausen erleben durfte. Im Ohr erklingt mir Andreis unnachahmliches listig-lustiges Kichern, wenn er zur Tür hereinkam.
Que la terre te soit légère!
– Brigitta Kuster
Mit großem Bedauern habe ich die Nachricht vom überraschenden Tod von Andrei Siclodi zur Kenntnis genommen.
Es erfüllt mich mit großer Trauer, zu wissen, dass Andrei mit seiner Begabung und mit seinem Engagement nicht mehr unter uns sein kann. Das hinterlässt bei mir eine riesengroßes Gefühl von Ohnmacht und Verlust.
Ich möchte ihm ganz herzlich danken für seinen Einsatz und sein Engagement für die Kunst und speziell für unsere Künstler:innen-Vereinigung.
Mit traurigen Grüßen
– Helmut Nindl
Lieber Andrei,
wir lernten uns vor 30 Jahren bei einer meiner ersten Ausstellung in der Andechsgalerie kennen. Wir lernten uns in vielen anderen Kontexten anders kennen. Wir lernten uns wieder anders bei deiner letzten kuratierten Ausstellung kennen.
Die Vision eines Keramiklabs in Büchsenhausen mit uns.
Als du das letzte Mal bei mir warst (Ich konnte kaum gehen, sitzen …), meintest du beim Abschied, du kommst nächste Woche mir einer guten Flasche Rotwein um auf unser gemeinsames Projekt anzustoßen. Du kamst nicht mehr und bist wenige Wochen darauf gegangen.
Ich danke dir für das KennenLernen vieler Seiten an dir, an mir, an anderen, an der Welt .. an der Fotografie, an das Tauchen in die Kunst und Theorie … und in das Wasser.
Ich danke dir für dein Vertrauen.
Gewiss, die gute Flasche Rotwein trinke ich ein andermal immer wieder mit dir.
– Judith Klemenc
Du bist viel zu früh gegangen, wie mein Mann und Künstler Peter Willbuger. Ihr trefft euch sicher. RIP
– Eva Willburger
Ruhe in Frieden.
– Eva Rettinghausen
Lieber Andrei,
du warst einer der ersten des neuen Vorstandes und des neuen Mitarbeiterstabes der Tiroler Künstlerschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts, als wir uns daranmachten, den Verein zu aktualisieren und neu aufzustellen.
Durch deine konsequente Arbeit und Expertise warst du maßgeblich daran beteiligt den Verein, heute KünstlerInnenVereinigung Tirol, in einen zeitgemäßen und modernen Verein umzugestalten.
Deine Arbeit im Künstlerhaus Büchsenhausen kann man durchaus als einen Quantensprung im Niveau und der Internationalisierung des Hauses bezeichnen, was nicht zuletzt an der schier unglaublichen Resonanz abzulesen ist.
Ich selbst habe damals einiges gelernt und es bereitete mir große Freude mit KünstlerInnen des air- Programmes zusammenzuarbeiten oder ihnen zumindest helfend beiseite stehen zu können.
Lieber Andrei,
ich werde dir immer ein respektvolles und freundschaftliches Andenken bewahren.
– Christian Sanders
Andrei hat seit 2009 das FREIRAD Programm mit „Büchs’n’Radio“ bereichert. Mit seinen Sendungen hat er Büchsenhausen on air gebracht und wichtige Themen über die Radiowellen in die große weite Welt gesandt.
Wir haben ihn als humorvollen und leidenschaftlichen Menschen erlebt. Eine Person voller Energie, die viele Menschen inspiriert und motiviert hat, und eine große Bereicherung für die Kunst- und Kulturszene in Tirol war.
Wir bedanken uns für sein Engagement, seine tollen Sendungen und seine feine Art! Er wird immer ein Teil von FREIRAD bleiben.‹/em›
– Freies Radio Innsbruck FREIRAD
Lieber Andrei!
Als ich es erfuhr, war ich in Innsbruck, auf einem Berg, auf der anderen Seite, gegenüber von Büchsenhausen, wohin Du uns so offenherzig eingeladen hattest… Ich konnte und kann es immer noch nicht fassen. So Vieles wollte ich noch mit Dir teilen, über so Vieles noch mit Dir reden, Dir Danke sagen. Ich dachte, es wäre noch unendlich Zeit dafür…
Und dann war keine Zeit mehr.
„Leb‘ wohl! Mach’s gut!“
– Bernhard Hetzenauer
Dear all at Büchsenhausen,
I cannot be at the memorial, but I wanted to pass on my sincere condolences on Andrei’s passing. It came as a shock to hear this news from your email today. I was a Fellow there in 2012 and Andrei brought together and facilitated so much. He was brilliant, and warm, and humble as well as steadfast in his vision for the space and the artists and thinkers he supported. These spaces have become increasingly rare and Andrei understood that and worked so hard to protect and sustain the space and programme there. Künstlerhaus Büchsenhausen has a brilliant reputation in critical art circuits in London where I live, as a rare space where many have been supported to develop new work and thinking and where serious and important events and exhibitions have taken place consistently for many years now.
He was also so kind and fun – I remember him driving all the fellows to Bolzano for good gelato one evening, and giving us an ad hoc tour of remaining fascist architecture while we were at it. I saw him at Documenta last, close to the time of the opening and he was full of sharp insight and good humour. He invited us to come back and visit Innsbruck anytime, an invitation I knew was true and open, but sadly we didn’t manage.
All my thoughts and strength with you all there and to Andrei’s family in these months ahead. He made a real difference and his loss is greatly felt.
– Susan Kelly