BÜCHSENHAUSEN LEXIKON II

Booklaunch und Gespräch

Foto: Booklaunch des Büchsenhausen Lexikon I. © Daniel Jarosch, 2014.

Zwölf Jahre nach der Veröffentlichung des Büchsenhausen Lexikon I erscheint mit dem Büchsenhausen Lexikon II der zweite Band der Publikation und dokumentiert die Aktivitäten des Fellowship-Programms für Kunst und Theorie von 2013 bis 2026.

Mit rund 55 Porträts von bildenden Künstler*innen, Medienkünstler*innen, Kunstkritiker*innen, Theoretiker*innen und Kurator*innen versammelt das Lexikon zwölf Jahre künstlerischer und theoretischer Praxis im Künstler*innenhaus Büchsenhausen. Die Publikation gibt Einblick in Projekte, Arbeitsweisen und Diskurse, die in Büchsenhausen im Austausch mit lokalen und internationalen Öffentlichkeiten entstanden sind.

Der Booklaunch nimmt das Erscheinen des zweiten Bandes zum Anlass, gemeinsam mit ehemaligen Fellows, Herausgeber*innen und Wegbegleiter*innen auf die vielfältigen Praktiken und Formen des Arbeitens, Forschens und der Wissensproduktion in Büchsenhausen zurückzublicken und zugleich nach deren Bedeutung für den gegenwärtigen Übergang zu fragen.

Ausgehend vom Büchsenhausen Lexikon II widmet sich das Panel Fragen nach Zeit, Kontinuität und Veränderung, nach Für- und Nachsorge, institutionellen Beziehungen und Formen des Wissens: Was bleibt von künstlerischen und theoretischen Projekten, wenn sie abgeschlossen sind? Welche Beziehungen, Erfahrungen und Formen von Wissen wirken über einzelne Projekte und Fellowship-Zeiträume hinaus? Was wird erinnert, was archiviert, was verworfen oder bleibt unrealisiert? Und welche Rolle spielen dabei institutionelle Strukturen, Fürsorge und die Bedingungen künstlerischer Arbeit?

Dabei kommen auch Praktiken und Erfahrungen zur Sprache, die sich nicht ohne Weiteres in einer Publikation festhalten lassen: das Unrealisierte und Verworfene, Prozesse des Scheiterns und Weiterarbeitens, Formen der Begleitung und Nachsorge sowie die Beziehungen, die sich über die Zeit einer Fellowship hinaus entwickeln.

Rosalyn D’Mello, ehemalige Fellow des Künstler*innenhauses Büchsenhausen, bringt dabei auch ihre jüngsten Recherchen und ihr Buch Milking Time (Gestillte Zeit, Edition Raetia, 2026) in das Gespräch ein. Die freie Kuratorin und Autorin Bettina Knaup war 2022 – 23 ebenfalls Büchsenhausen Fellow. In ihrem Projekt common wastes setzte sie sich unter anderem mit der Frage auseinander, welche Beziehungen eine Residency wie Büchsenhausen mit dem Ver- und Weggeworfenen, dem Nicht-Realisierten, dem Verbrauchten knüpfen kann. Jochen Becker, langjähriger Beirat und ehemaliger Fellow sowie Autor, Kurator und Dozent sowie Mitbegründer von metroZones | Center for Urban Affairs und der station urbaner kulturen/nGbK, bringt langjährige Erfahrungen in der Arbeit an institutionellen, urbanen und künstlerischen Projekten ein. Veronika Riedl, ehemalige Mitarbeiterin des Künstler*innenhauses Büchsenhausen, war als Mitherausgeberin und Editorin des Büchsenhausen Lexikon II an der Entstehung der Publikation maßgeblich beteiligt.

Das Gespräch wird von Barbara Mahlknecht, Co-Leitung Programm und Geschäftsführung des Künstler*innenhauses Büchsenhausen (gemeinsam mit Johannes Reisigl), moderiert. Aus dieser Perspektive bringt sie Fragen an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung, institutioneller Praxis und der Gegenwart und Zukunft ihrer Infrastrukturen und Ressourcen ein.

Im Anschluss an das Panel gibt es bei einem Umtrunk Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und für Einblicke in das Büchsenhausen Lexikon II.

Veranstaltungsort

Künstler*innenhaus Büchsenhausen
Weiherburggasse 13
A-6020 Innsbruck

+43 512 27 86 27
office@buchsenhausen.at